TWC #009: Ist eine Hormonersatztherapie das richtige für mich?
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Ist eine Hormonersatztherapie das richtige für mich?
Wenn du in den Wechseljahren bist, hast du wahrscheinlich schon von der Hormonersatztherapie gehört. Viel wurde in den vergangenen Jahren darübergeschrieben. Oft führte dies zu Verunsicherungen bei den Frauen.
Deshalb möchten wir dir hier darlegen, was eine Hormonersatztherapie ist, die verschiedenen Formen dazu sowie die Vorteile und Risiken.
Was ist eine Hormonersatztherapie?
Wenn du in die Wechseljahre kommst, normalerweise zwischen 45-55 Jahren, sinkt der Östrogenspiegel. Dies kann zu unangenehmen vasomotorischen Symptomen führen. In unserem Symptom Checker kannst du nachlesen, welche Symptome auftreten können.
Mit einer Hormonersatztherapie (auch Hormontherapie, Menopausehormontherapie oder Östrogenersatztherapie genannt) können diese Symptome wirksam behandelt werden.
Einerseits gibt es die Östrogentherapie und andererseits die Kombinationstherapie (Hormontherapie mit Östrogen/Progesteron/Gestagen).
Östrogentherapie
Bei der Östrogentherapie wird das Hormon Östrogen über verschiedene Darreicherungsformen verabreicht, um den die nachlassende Produktion zu kompensieren. Sie ist vor allem für Frauen angebracht, welche die Gebärmutter nicht mehr haben.
Östrogen ist in verschiedenen Darreichungsformen als Pflaster, Pille, Vaginal, Gel und Spray erhältlich.
Östrogen-Pflaster
Das Pflaster wird auf den Bauch geklebt. Abhängig von der Dosis müssen einige Pflaster alle paar Tage gewechselt werden, während andere Pflaster bis zu einer Woche lang getragen werden können.
Östrogen-Pille
Die Pille ist die am weitesten verbreitete Form der Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren. Die meisten Östrogenpillen werden einmal am Tag ohne Essen eingenommen. Einige haben kompliziertere Einnahmeschemata.
Vaginales Östrogen
Vaginale Östrogene gibt es in Form von Cremes, Vaginalringen oder Tabletten. Diese Behandlungen sind in der Regel für Frauen gedacht, die unter Scheidentrockenheit, Juckreiz, Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr leiden. Je nach Produkt sind die Einnahmepläne unterschiedlich. Die Anwendung der Cremes kann täglich, mehrmals pro Woche oder nach einem anderen Zeitplan sein. Die meisten Vaginalringe müssen alle drei Monate durch neue Ringe ersetzt werden. Vaginaltabletten werden oft einige Wochen lang täglich eingenommen, danach sind nur noch zwei Anwendungen pro Woche nötig.
Östrogen zur äusserlichen Anwendung
Gele, Sprays und Cremes sind weitere Möglichkeiten, Östrogen in den Körper zu bringen. Diese Art der Östrogenbehandlung wird wie das Pflaster direkt über die Haut in den Blutkreislauf aufgenommen. Die Anwendung dieser Cremes ist unterschiedlich, erfolgt aber in der Regel einmal täglich.
Hormontherapie mit Östrogen/Progesteron/Gestagen
Diese Therapie wird oft als Kombinationstherapie bezeichnet, da sie Östrogen und Gestagen, die synthetische Form des Progesterons, in einer Dosis kombiniert. Sie richtet sich an Frauen, die noch eine Gebärmutter haben.
Verglichen mit der alleinigen Einnahme von Östrogen senkt die Einnahme von Östrogen und Progesteron das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs.
Progesteron wird in der Regel zur Empfängnisverhütung eingesetzt, kann aber auch bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen helfen.
Hier können Orale und Intrauterin-Gestagene unterschieden werden.
Orale Gestagene
Zu den Gestagenpräparaten, die in Tablettenform eingenommen werden, gehören Medroxyprogesteronacetat und die synthetischen Gestagenpillen (Norethindron, Norgestrel). Viele Fachärzte behandeln heute die meisten ihrer Patientinnen in den Wechseljahren mit natürlichem Progesteron und nicht mehr mit synthetischen Gestagenen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass natürliches Progesteron keine negativen Auswirkungen auf die Blutfettwerte hat und eine gute Wahl für Frauen mit hohen Cholesterinwerten ist.
Intrauterin-Gestagene (Hormonspirale)
Intrauterinpessare (IUP) sind kleine, flexible, T-förmige Kunststoffkörper, die in die Gebärmutter eingesetzt werden. Sie dienen der Empfängnisverhütung und der Blutungskontrolle. In Kombination mit Östrogen werden sie manchmal auch «off-label» eingesetzt.
Nun stellt sich die Frage nach den Vorteilen und Risiken einer Hormonersatztherapie.
Vorteile der Hormonersatztherapie
- Reduktion von Hitzewallungen
- Weniger Schweissausbrüche
- Linderung von Trockenheit und Juckreiz in der Vagina
- Schmerzminderung beim Geschlechtsverkehr
- Verminderung von Knochenbrüchen durch Osteoporose (Knochenschwund)
- Verbesserter Schlaf
- Verringerung von Demenzerkrankung
Die Forschung in den letzten 20 Jahren hat gezeigt, dass die Vorteile grösser als die Risiken sind. Die Hormonersatztherapie birgt jedoch auch Risiken, die zu berücksichtigen sind.
Risiken der Hormonersatztherapie
- Schlaganfall
- Brustkrebs
- Blutgerinnsel
- Falls die Gebärmutter noch vorhanden ist und Östrogen ohne Gestagen verabreicht, wird: Gebärmutterkrebs
Das Risiko kann verringert werden, wenn nachfolgenden Anweisungen befolgt werden.
Massnahmen zur Verringerung des Risikos
- Innerhalb von 10 Jahren nach der Menopause oder vor dem 60. Lebensjahr sollte mit einer Hormonersatztherapie begonnen werden.
- Die Dosierung möglichst immer niedrig einstellen.
- Regelmässige Untersuchungen (Mammographie sowie Haut) sind durchzuführen.
- Ist die Gebärmutter vorhanden, sollte Progesteron oder Gestagen eingenommen werden.
Doch nicht für jede Frau ist eine Hormonersatztherapie geeignet. Eine Hormonersatztherapie sollte bei folgenden Erkrankungen vermieden werden.
Vermeidung der Hormonersatztherapie
- Krebs (z. B. Brust-, Gebärmutter- oder Eierstockkrebs)
- Herzinfarkt
- Blutgerinnsel
- Herz-, Leber- oder Gallenblasenerkrankung
- Bekannte oder vermutete Schwangerschaft
- Schlaganfall
- Ungeklärte vaginale Blutungen
Nebenwirkungen sind ebenfalls zu berücksichtigen und sollten der Ärztin mitgeteilt werden.
Mögliche Nebenwirkungen der Hormonersatztherapie
- Übelkeit
- Stimmungsschwankungen
- Blähungen
- Kopfschmerzen
- Angeschwollene oder schmerzempfindliche Brüste
- Vaginale Blutungen
Du hast nun die Grundlagen der Hormonersatztherapie kennen gelernt. Natürlich stellt sich jetzt die Frage, ob eine Hormonersatztherapie auch für dich in Frage kommt.
Ist eine Hormonersatztherapie das Richtige für mich?
Unsere Expertinnen können dir helfen, Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen und dir eine Entscheidung vorschlagen, die auf der Schwere deiner Symptome und deiner Krankengeschichte beruht.
Einige Fragen, solltest du dir bereits überlegen, bevor du mit unseren Expertinnen sprichst.
- Habe ich eine Vorerkrankung (z.B. Krebs), die eine Hormonersatztherapie ausschliesst?
- Lassen dich deine Symptome auch mit alternativen Methoden behandeln bzw. hast du diese schon angewendet (Homöopathie, Phytopharmaka, Anpassung des Lebensstils, etc.) (Hierzu können unsere Expertinnen individuell helfen)?
- Könnte die Hormonersatztherapie Nebenwirkungen haben (z.B. hattest du Probleme bei der Antibabypille gehabt)?
- Bin ich eher eine gute oder schlecht Kandidatin für die Hormonersatztherapie (Die Hormonersatztherapie kann dein Risiko für Osteoporose verringern, wenn deine Mutter an Osteoporose erkrankt war. Sprich mit der Ärztin, wenn deine Mutter Brustkrebs hatte.).
- Welche Art von Hormonersatztherapie ist für mich am besten geeignet?
Die Hormonersatztherapie ist ein komplexes Thema und es lohnt sich, sich genau zu informieren.
Melde dich, wenn du weitere Hilfe suchst.
Joëlle & Adrian
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