#167: Was kann man gegen einen hormonell bedingten Bauch in den Wechseljahren tun?
Was kann man gegen einen hormonell bedingten Bauch in den Wechseljahren tun?

Viele Frauen stellen fest, dass sich das Gewicht in den Wechseljahren leichter als zuvor im Bauchbereich ansammelt.
Selbst Frauen, die noch nie mit Bauchfett zu kämpfen hatten, sind plötzlich frustriert über Veränderungen an der Taille. Und oft passiert das, obwohl sie sich genauso ernähren und genauso viel Sport treiben wie immer.
Diese Veränderung ist unglaublich häufig und hängt eng mit den hormonellen Umstellungen im Körper zusammen.
Warum das Bauchfett in den Wechseljahren zunimmt
Wenn der Östrogenspiegel sinkt, verändert der Körper, wie und wo er Fett speichert.
Vor den Wechseljahren wird Fett eher an den Hüften und Oberschenkeln gespeichert. Während und nach den Wechseljahren verlagert sich die Fettverteilung oft in Richtung Bauchbereich.
Gleichzeitig nimmt die Muskelmasse mit zunehmendem Alter auf natürliche Weise ab, was den Stoffwechsel verlangsamt. Das bedeutet, dass der Körper im Ruhezustand weniger Kalorien verbrennt als zuvor.
Auch Stress spielt eine Rolle. Erhöhter Stress kann den Cortisolspiegel ansteigen lassen, ein Hormon, das mit der Fettspeicherung im Bauchbereich in Verbindung gebracht wird.
Es geht um mehr als nur das Aussehen
Ein hormonell bedingter Bauch ist nicht nur ein kosmetisches Problem.
Erhöhtes Bauchfett ist mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Insulinresistenz und Stoffwechselprobleme verbunden. Deshalb ist es so wichtig, die Stoffwechselgesundheit in den Wechseljahren zu unterstützen.
Extreme Diäten sind jedoch selten die Lösung. Eine restriktive Ernährung erhöht oft den Stress für den Körper und kann es noch schwieriger machen, das hormonelle Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
Was tatsächlich hilft
Der effektivste Ansatz ist in der Regel eine beständige, realistische Unterstützung des Lebensstils statt Schnelllösungen.
Krafttraining ist besonders wichtig, da Muskeln den Stoffwechsel und die Blutzuckerregulation unterstützen.
Schon moderate Kraftübungen können mit der Zeit einen Unterschied machen.
Ausgewogene Mahlzeiten mit ausreichend Eiweiss und Ballaststoffen können helfen, das Hungergefühl zu stabilisieren und Energieeinbrüche zu reduzieren.
Auch Schlaf ist wichtiger, als vielen Menschen bewusst ist. Schlechter Schlaf kann Heisshunger verstärken, den Blutzuckerspiegel beeinflussen und die Fettspeicherung im Bauchbereich begünstigen.
Ein sanfter und konsequenter Umgang mit Stress kann ebenfalls dazu beitragen, die Auswirkungen von Cortisol auf den Körper zu verringern.
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